Mitwelt 8/2018: Mensch, Natur, Mitwelt, Frieden, Gerechtigkeit, Menschenrechte, Zukunft, Nachhaltigkeit, Klima

Mitwelt 8/2018: Mit Zorn und Zärtlichkeit auf Seiten von Mensch, Natur und Umwelt


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Hitzesommer in Freiburg, am Oberrhein & überall 2018


Der extrem heiße Trockensommer 2018 könnte nach Einschätzung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung in rund 30 Jahren ein ganz normaler Durchschnittssommer sein. In Deutschland habe die Temperatur seit der industriellen Revolution im Durchschnitt schon um 1,4 Grad zugenommen, Hitzephasen, insbesondere in der Klima-Krisen-Region Oberrhein würden daher noch extremer.
Wissenschaftler wie Eberhard Parlow, Klimaexperte der Universität Basel, gehen davon aus, dass in den nächsten 80 Jahren die Jahresdurchschnittstemperatur im Oberrheingraben im Vergleich zu heute noch mal um 3,5 bis vier in den Städten sogar um bis zu fünf Grad Celsius steigen wird.




Demokratie verteidigen


Wir leben in Zeiten, in denen Demokratie, Freiheit und Frieden in der Welt, in Europa aber auch bei uns zunehmend gefährdet sind. Gerade in solchen Zeiten muss sich auch die Zivilgesellschaft zu Wort melden und sich für Demokratie, Freiheit, Frieden, Nachhaltigkeit, Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit und die Werte der Aufklärung einsetzen. Auch diese Mitwelt-Seite ist Teil dieser wertebewahrenden Zivilgesellschaft.



Lega Süd


"Die Söderistas wollen aus der CSU eine Lega Süd nach italienischem Vorbild machen. Söder orientiert sich dabei an manchen Zügen der Lega Nord des Populisten Salvini. Mit Interesse schauen die Söder-Leute auch auf die ÖVP-FPÖ-Melange, in der Kanzler Kurz die FPÖ, eine Art Austria-AfD, durch Umarmung kontrolliert. Nein, Söder würde nicht mit der AfD koalieren. Aber er glaubt, dass der Zeitgeist in Bayern und anderswo wegen der Flüchtlingsdebatte so stark weg von der Mitte weht, dass er durch die Legaisierung der CSU rechts gewinnen kann, ohne deswegen in der Mitte zu sehr zu verlieren.

Söders wichtigstes Prinzip lautet: Ich muss die Landtagswahl gewinnen. Wenn dazu gehört, dass Söders Truppe im Stile einer AfD light das Gemeinwesen schlechtredet ("Staatsversagen") oder CSU-Kritiker als "Religionsfeinde" brandmarkt, dann macht man das halt."

Auszug aus einem klugen Kommentar der Süddeutschen Zeitung.



Bitcoins Energieverbrauch & Umweltzerstörung


Der Bitcoin ist eine digitale Mode-Währung, die Einzelnen satte Profite gebracht hat. Das Streben nach Gewinn führt dazu, dass durch die verwendete Technik der Energieverbrauch explodiert. Aktuell (2018) wird für Bitcoins so viel Strom, wie Irland in einem Jahr verbraucht. Bereits Ende 2018 könnte der Stromverbrauch 7,67 Gigawatt betragen. Das wäre die Größenordnung Österreich. Unser Stromverbrauch ist immer noch gekoppelt an Atommüllproduktion und Klimawandel. Die Bitcoin-Gier passt gut in eine Zeit in der sich neoliberale Gier mit Technikbesoffenheit mischt.
Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer, Vizepräsident Atomschutzverband TRAS
Info: Bitcoin Kritik: Energieverbrauch, Stromverbrauch, Umweltzerstörung & Gier



2017 hat einen Rekord aufgestellt: Es war das wärmste Jahr seit Beginn der Industrialisierung. Auch am Oberrhein wird viel über Klimawandel diskutiert und in winzigen Nischen gibt es auch Fortschritte bei der Bekämpfung von CO2. Gleichzeitig wird der sechsspurige Ausbau der Autobahn A5 von CDU, FDP, SPD und anderen Lobbyisten massiv vorangetrieben. In Zeiten des Klimawandels werden Strukturen geschaffen, die dauerhaft mehr CO2, Feinstaub und Lärm bringen und den Oberrhein zum unwohnlichen Transitland machen. Und die Umweltbewegung hält am Earth-Day Händchen mit den PolitikerInnen die den Klimawandel voran treiben.